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Nach 15 Jahren erweitern wir unser Angebot und werden zum 01. Oktober neben den weiterhin gelisteten SAP-Lösungen und Dienstleistern auch KI-Tools und entsprechende Dienstleister zeigen. Seien Sie gespannt!

Gesundheitswesen

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Das deutsche Gesundheitswesen steht unter hohem Digitalisierungs-Druck – getrieben von Gesetzen wie dem Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG), dem Digital-Gesetz (DigiG, 2024) und dem Gesundheitsdatennutzungsgesetz (GDNG). Software für Kliniken, Arztpraxen, Pflege und medizinische Labore bewegt sich in einem stark regulierten Feld mit eigenen IT-Normen.

Typische Software-Kategorien

  • KIS (Krankenhaus-Informations-System) – patientenzentrierte Prozesse, Dokumentation, Abrechnung (SAP IS-H, Dedalus ORBIS, Nexus, Meierhofer)
  • PVS (Praxisverwaltungssystem) – Arzt-Praxen, zertifiziert durch KBV (z-Zertifizierung) und gematik
  • LIS / LIMS – Labordaten-Management
  • RIS / PACS – Radiologie-Informations-System und Bild-Archiv
  • Pflegesoftware – MDK-konforme Pflegedokumentation, Tourenplanung
  • Telemedizin-Plattformen – Videosprechstunde (KBV-zertifiziert), Remote-Monitoring
  • DiGA (Digitale Gesundheits-Anwendungen) – BfArM-gelistete Apps nach § 139e SGB V

Regulatorischer Rahmen

  • MDR (Medical Device Regulation, EU 2017/745) – Medizinprodukte, auch „Software as a Medical Device"
  • IVDR (In-vitro-Diagnostika-Verordnung, EU 2017/746)
  • KRITIS-Verordnung – Kliniken ab 30.000 vollstationärer Fälle/Jahr fallen unter erhöhte IT-Sicherheits-Anforderungen
  • gematik-Zertifizierungen – Telematik-Infrastruktur (TI), eGK, ePA, eAU, eRezept
  • ISO 13485 – QM-Standard für Medizinprodukte
  • DSGVO Art. 9 – Gesundheitsdaten als besondere Kategorie

Aktuelle Prioritäten

Seit dem KHZG (2020–2024) mussten Kliniken in elf digitale Reifegrad-Bereiche investieren (u. a. Patientenportal, Behandlungs-Management, Medikationsmanagement, Cybersicherheit). Die elektronische Patientenakte (ePA) wird seit Januar 2025 opt-out für alle gesetzlich Versicherten bereitgestellt – Software im Gesundheitswesen muss ePA-Anbindung und FHIR-Schnittstellen beherrschen.

Anbieter (9)

top flow GmbH

2000
35
Bad Saulgau
Unsere Kunden profitieren von mehr Transparenz und Effektivität in ihren Vorgängen, was sich z.B. in besserer Qualität, höherer Automation, verkürzten und harmonisierten Durchlaufzeiten und damit einer gesteigerten Wettbewerbsfähigkeit äußert.   Ke

akquinet AG

2002
750
Hamburg
Das Unternehmen ist deutschlandweit an 17 Standorten vertreten. Weitere Standorte in Polen, Österreich und Brasilien. Gründungsjahr: 2002 Mitarbeiter:  750   Was machen wir? Die AKQUINET AG ist ein international tätiges, kontinuierlich wachsendes IT-

UNITY AG

1995
210
Büren
Das Unternehmen ist deutschlandweit an 8 Standorten vertreten. Weitere Standorte in Kairo, Peking, Shanghai, São Paulo, Wien und Zürich. Gründungsjahr: 1995 Mitarbeiter: 210     Was machen wir? UNITY ist die Managementberatung für zukunftsorientierte

Axians IT Solutions GmbH

Ulm
Was machen wir? Das Portfolio der Axians IT Solutions beinhaltet alle Komponenten der Core ICT-Anforderungen und bietet Lösungen für die Anforderungen der digitalen Transformation. Stets individuell und bedarfsgerecht auf die Bedürfnisse der Kunden a

Information Services Group Germany GmbH

2006
1300
Frankfurt am Main
Beheimatet in Stamford, Connecticut ist ISG mit 21 Lokationen weltweit vertreten und unterstützt seine Kunden in Deutschland, der Schweiz und in Österreich über seine Standorte in Frankfurt a. M., Hamburg, Kassel, Stuttgart und Zürich. Gründungsjahr:

Verizon Deutschland GmbH

Dortmund
Was machen wir? Im heutigen, sich rasant wandelnden Geschäftsumfeld konzipieren, errichten und betreiben wir Netzwerke, Informationssysteme und mobile Technologien, die Unternehmen und Behörden weltweit dabei helfen, ihre Reichweite zu vergrößern, ih

ORSOFT GmbH

Leipzig
Was machen wir? ORSOFT entwickelt innovative APS (Advanced Planning and Scheduling) und SCM (Supply Chain Management) Lösungen als Ergänzung zu SAP ERP und SAP S/4HANA.Lösungen von ORSOFT werden in der Produktionsplanung / Produktionslogistik für Pro

FUJITSU TDS GMBH

1975
800
Neckarsulm
1975 wurde die TDS Informationstechnologie AG gegründet und gehört seit 2007 zu Fujitsu. Seit 2014 firmieren wir gemeinsam mit unserem Mutterkonzern unter der einheitlichen Marke „Fujitsu“.Das Unternehmen ist deutschlandweit an 14 Standorten vertrete

best-blu consulting with energy GmbH

1998
35
Salzgitter
Wir von der best-blu consulting sind seit vielen Jahren im Bereich der Geschäftsprozessautomation tätig. Wir beraten bei der Gestaltung automatisierter Prozesse, setzen diese um und implementieren mit unseren Kunden nachhaltige Organisationsfor

Häufige Fragen zu Gesundheitswesen

Was bedeutet KRITIS für Kliniken?

Kliniken mit mindestens 30.000 vollstationären Fällen pro Jahr fallen unter die KRITIS-Verordnung und gelten als Kritische Infrastruktur. Sie müssen nach § 8a BSI-Gesetz IT-Sicherheits-Maßnahmen nach Stand der Technik umsetzen, alle zwei Jahre einen Nachweis gegenüber dem BSI erbringen und Vorfälle melden. Typische Anforderungen: Netzwerk-Segmentierung, SIEM, Notfallplan, B3S-Konformität (Branchenspezifischer Sicherheitsstandard Gesundheit).

Was ist die Telematik-Infrastruktur (TI)?

Die Telematik-Infrastruktur ist das sichere Netzwerk des deutschen Gesundheitswesens, betrieben durch die gematik. Sie verbindet Arztpraxen, Apotheken, Krankenhäuser und Krankenkassen. Pflicht-Anwendungen: eGK (elektronische Gesundheitskarte), VSDM (Versichertenstammdaten-Management), eAU (Arbeitsunfähigkeit), eRezept, ePA. Der Anschluss erfolgt über Konnektor und spezifisch zertifizierte Karten-Lesegeräte.

Was sind DiGA und wie werden sie zugelassen?

DiGA (Digitale Gesundheits-Anwendungen, „App auf Rezept") sind vom BfArM gelistete Medizinprodukte der Klassen I/IIa nach § 139e SGB V. Zulassung erfordert: MDR-CE-Kennzeichnung, DSGVO- und Datensicherheits-Nachweise, positiver Versorgungseffekt (durch klinische Studie oder Plausibilitäts-Nachweis mit 12-monatiger Evaluations-Pflicht). Nach Listung dürfen Ärzte sie verordnen, die GKV erstattet sie.

Wie lange dauert eine KIS-Einführung?

Eine KIS-Einführung in einem mittelgroßen Krankenhaus dauert typischerweise 18–36 Monate: ca. 6 Monate Analyse und Auswahl, 12–24 Monate Implementierung, Schulung, schrittweiser Rollout, gefolgt von einer Stabilisierungsphase. Gründe für die lange Dauer: Prozess-Individualität, Schnittstellen-Dichte (50+ Subsysteme), Betriebsrats-Einbindung, parallele Patienten-Versorgung, oft Multi-Vendor-Landschaft.

Ist jede medizinische Software ein Medizinprodukt?

Nicht jede – aber viele. Nach MDR Artikel 2 ist Software ein Medizinprodukt, wenn sie eine medizinische Zweckbestimmung hat (Diagnose, Prävention, Überwachung, Behandlung, Linderung von Krankheiten). Reine Administrations-Tools (Terminbuchung, Abrechnung) sind meist keine Medizinprodukte. Entscheidungs-Unterstützung, Bild-Analyse, KI-basierte Diagnose-Hilfen hingegen fast immer – mit entsprechender CE-Kennzeichnung nach Klasse (IIa, IIb, III).

Welche Software-Anforderungen bringt das DigiG 2024?

Das Digital-Gesetz (DigiG), in Kraft seit März 2024, verpflichtet Leistungserbringer zur Nutzung der TI und ePA. Ab Januar 2025 ist die ePA für alle (opt-out) Pflicht – Kliniken und Praxen müssen sie befüllen und lesen können. Zusätzlich: eRezept verpflichtend seit 2024, eAU seit 2023. Software muss FHIR-R4-Schnittstellen beherrschen, da zukünftige gematik-Spezifikationen auf diesem Standard basieren.

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