Save the Date Nach 15 Jahren erweitern wir unser Angebot und werden zum 01. Oktober neben den weiterhin gelisteten SAP-Lösungen und Dienstleistern auch KI-Tools und entsprechende Dienstleister zeigen. Seien Sie gespannt!
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Öl & Gas
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Software für die Öl- und Gas-Industrie muss drei sehr unterschiedliche Wertschöpfungs-Stufen abbilden: Upstream (Exploration, Förderung, Well-Management), Midstream (Transport, Pipelines, Speicherung) und Downstream (Raffinerie, Petrochemie, Handel). Jede Stufe hat eigene Assets, Prozesse und regulatorische Anforderungen – von Sicherheits-Standards (HSE, HAZOP, LOPA) über ESG-/CO₂-Reporting bis zur EU-Methan-Verordnung und CBAM.
Software-Landkarte
Upstream – Seismik-Interpretation (SLB Petrel, Landmark DecisionSpace), Reservoir-Simulation (ECLIPSE, CMG), Well & Production Management (OSIsoft PI, SLB ProSource)
ESG-/Emissions-Reporting – Watershed, Sphera, Envizi, Salesforce Net Zero Cloud
Regulatorischer Rahmen
Für Anlagen in Deutschland und der EU gilt die Seveso-III-Richtlinie 2012/18/EU (Störfall-Verordnung in Deutschland als 12. BImSchV), die CO₂-Emissions-Regelung des EU-ETS (Emissions Trading System) sowie ab 2024 die EU-Methan-Verordnung 2024/1787 mit verpflichtender LDAR-Überwachung (Leak Detection and Repair). Das CBAM (Carbon Border Adjustment Mechanism) erfordert Emissions-Reporting auf Produkt-Ebene für Importe. HSE-Standards folgen IOGP-Empfehlungen, HAZOP/LOPA-Methodiken und API RP 754 für Process Safety Indicators.
Auswahlkriterien
Upstream/Midstream/Downstream-Abdeckung – integrierte Unternehmen brauchen Datenintegration zwischen den Stufen
Sichere SCADA-Architektur – OT-Netzwerke nach IEC 62443, KRITIS-Anforderungen
HAZOP (Hazard and Operability Study) ist eine strukturierte Gefährdungs-Analyse in der Prozessindustrie: systematische Abweichungs-Analyse (Guideword + Parameter) für jeden Anlagen-Knoten. Ergänzt durch LOPA (Layer of Protection Analysis) zur quantitativen Risiko-Bewertung. Software-Werkzeuge: Sphera PHAWorks, BowTieXP, DNV Safeti, isograph FaultTree+. Ergebnisse fließen in Process Hazard Analysis (PHA) und Safety Case.
Die EU-Methan-Verordnung 2024/1787 (gültig ab August 2024) verpflichtet Öl- und Gas-Betreiber zu: quartalsweisen LDAR-Surveys (Leak Detection and Repair), Melde- und Reparatur-Pflichten bei Leckagen, Inventar der Methan-Emissionen, Verbot routinemäßigen Abfackelns und Ablassens ab 2030. Software muss LDAR-Kampagnen planen, Daten aus Infrarot-Kameras/OGI und fest installierten Sensoren integrieren, automatisierte Reports an Behörden erzeugen.
In der integrierten Öl-/Gas-Industrie dominiert SAP S/4HANA for Oil, Gas & Energy (BP, Shell, TotalEnergies u. a.). Alternativen: Infor EAM (strong bei Midstream/Downstream-Asset-Management), IFS Cloud (E&P), Oracle JD Edwards. Upstream-Independent-Operators nutzen oft branchen-spezifische Lösungen (Enertia, Oildex, Quorum). Wichtig: Joint-Venture-Buchhaltung, PSA-Fähigkeit (Production Sharing Agreements), Währungs- und Projekt-Tiefe.
Öl- und Gas-Unternehmen müssen nach CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) und EU-Taxonomie detailliert zu Scope 1, 2 und 3 Emissionen berichten, dazu kommen TCFD-Empfehlungen, IPIECA-Leitlinien und für große Unternehmen das SBTi-Commitment. Software-Plattformen: Watershed, Sphera SupplyShift, Envizi (IBM), Salesforce Net Zero Cloud, Schneider Electric Resource Advisor. Datenquellen: SCADA, LIMS, Lieferanten-Daten, Satelliten-Methan-Monitoring (MethaneSAT).