Finanzdienstleistungen
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Software für Finanzdienstleister – Banken, Sparkassen, Vermögensverwalter, Leasing- und Factoring-Gesellschaften, FinTechs – bewegt sich in einem der am dichtesten regulierten Felder: KWG, WpHG, MaRisk, PSD2, DSGVO, DORA (Digital Operational Resilience Act seit 17. Januar 2025) und Geldwäsche-Gesetz (GwG) prägen jede IT-Entscheidung.
Zentrale Software-Kategorien
- Kernbanksystem (Core Banking) – Kontoführung, Zahlungsverkehr, Stammdaten (Avaloq, Finastra, Temenos, agree21 für Volksbanken, OSPlus für Sparkassen)
- Portfolio-Management & Vermögensverwaltung – Charles River, Advent Axys, SS&C
- Risikomanagement – Marktrisiko (Value-at-Risk), Kreditrisiko, operationelles Risiko nach MaRisk
- Compliance & KYC/AML – Legitimationsprüfung, Transaktionsmonitoring, PEP- und Sanktionslisten-Screening
- Meldewesen – Finrep/Corep, AnaCredit, MaRisk, DORA-Reporting
- Open Banking (PSD2) – XS2A-APIs, Secure Customer Authentication
- Handels-Plattformen – Front-, Middle-, Back-Office
Regulatorischer Rahmen
Die BaFin überwacht Finanzdienstleister in Deutschland auf Basis des KWG (Kreditwesengesetz) und branchenspezifischer Gesetze. MaRisk (Mindestanforderungen an das Risikomanagement) und BAIT (Bankaufsichtliche Anforderungen an die IT) konkretisieren operative Anforderungen. Seit 17. Januar 2025 gilt der europäische DORA – einheitliche Anforderungen an ICT-Risikomanagement, Vorfall-Meldung und Third-Party-Risiko. Auslagerungen an Cloud-Provider bedürfen BaFin-Notifizierung und Audit-Rechten.
Auswahlkriterien
- BaFin/EBA-konforme Meldestrecken – AnaCredit, COREP/FINREP, MaRisk-Reports
- BAIT-/DORA-Konformität – Risk-Management, Auslagerung, Notfall-Vorsorge
- AML/KYC-Integration – Legitimation nach GwG, Transaktionsmonitoring
- Cloud-Fähigkeit unter BaFin-Aufsicht – Auditierbarkeit, Exit-Strategien
- Integration in SWIFT, SEPA, Target2/T2S
Anbieter (13)
plenum AG
test
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top flow GmbH
Aequitas AG
CAS Concepts and Solutions AG
Die CAS AG verbindet seit mehr als 35 Jahren strategische, prozessuale und technologische Kompetenz für den Erfolg ihrer Kunden mit Branchenfokus auf Financial Services, Industry und Retail.
Axians IT Solutions GmbH
Finanz Informatik Technologie Service GmbH & Co. KG
Information Services Group Germany GmbH
Verizon Deutschland GmbH
SMP AG
FUJITSU TDS GMBH
best-blu consulting with energy GmbH
Fynn GmbH
Fynn ist eine Recurring Billing Platform für B2B-Unternehmen – von Angebot/CPQ bis Rechnung, Zahlung und Accounting.
Häufige Fragen zu Finanzdienstleistungen
Was ist DORA und was fordert es?
DORA (Digital Operational Resilience Act, EU 2022/2554, in Kraft seit 17.01.2025) vereinheitlicht europaweit die Anforderungen an ICT-Risikomanagement, Vorfall-Meldung, Resilienz-Tests und Third-Party-Risiko für Finanzunternehmen. Konkret: dokumentiertes ICT-Risikomanagement-Framework, Meldepflicht schwerer Vorfälle an BaFin/ESAs, regelmäßige Resilienz-Tests (Threat-Led Penetration Testing ab bestimmter Größe), Risiko-Bewertung aller IT-Dienstleister.
Welche Kernbanksysteme sind in Deutschland verbreitet?
Sparkassen und Volksbanken nutzen verbandliche Kernsysteme: OSPlus (Finanz Informatik, Sparkassen-Verbund), agree21 (Atruvia, Genossenschaftlicher Verbund). Privatbanken arbeiten mit Avaloq, Temenos T24, Finastra Fusion, FIS Profile. Neobanken/FinTechs nutzen cloud-native Kernsysteme wie Mambu, 10x Banking oder Thought Machine Vault.
Was bedeuten MaRisk und BAIT für die IT?
MaRisk definieren Anforderungen an Risikomanagement, Governance und Prozesse. BAIT (Bankaufsichtliche Anforderungen an die IT) konkretisieren IT-seitig: dokumentierte IT-Strategie, Identity-Management, Change-/Release-Management, Datenqualität, kritische IT-Systeme mit Notfall-Konzept, Auslagerungs-Management. Für Versicherer gelten analog VAIT, für Kapitalverwaltungsgesellschaften KAIT.
Ist Cloud für regulierte Finanzdienstleister möglich?
Ja, aber unter strengen Auflagen nach § 25b KWG und BaFin-Merkblatt zu Cloud-Auslagerungen. Anforderungen: Notifizierung an BaFin vor Vertragsschluss bei wesentlichen Auslagerungen, Audit-Rechte (auch für Aufseher), Exit-Strategie, Datenlokation und Transfer-Regelungen. Microsoft, AWS und Google Cloud haben regulierungs-konforme Finanz-Services und EU-Sovereign-Clouds im Aufbau. Kleinere CSPs benötigen individuelle Prüfung.
Was leistet KYC/AML-Software?
KYC (Know Your Customer) und AML (Anti-Money Laundering) werden durch das GwG in Deutschland eng reguliert. Software automatisiert: Legitimationsprüfung (ggf. per Video-Ident nach § 13 GwG, eID, BankIdent), PEP- und Sanktionslisten-Screening (gegen EU-Konsolidierte Liste, OFAC, UN), Transaktionsmonitoring mit Regelwerken und ML-basierten Anomalie-Erkennung, Meldung an FIU (Financial Intelligence Unit) über goAML. Anbieter: Actico, SAS AML, NICE Actimize, ComplyAdvantage.
Wie unterstützt Software PSD2-Open-Banking?
PSD2 verpflichtet Banken, XS2A-APIs (Access to Account) bereitzustellen – für Kontoabfrage (AIS), Zahlungsauslösung (PIS) und Kartenverfügbarkeits-Abfrage (CAF). Technisch: OAuth2-Flow, Secure Customer Authentication (SCA) mit 2FA, Berlin Group NextGenPSD2 oder UK OBIE als API-Standards. Banken bieten Developer Portals, TPPs (Third Party Providers) müssen eBICS/PSD2-Regulierung erfüllen. Anbieter von Aggregation: FinAPI, FinTecSystems, Tink, Klarna Open Banking.