Save the Date Nach 15 Jahren erweitern wir unser Angebot und werden zum 01. Oktober neben den weiterhin gelisteten SAP-Lösungen und Dienstleistern auch KI-Tools und entsprechende Dienstleister zeigen. Seien Sie gespannt!
Alle Bereiche
Bauwesen
2 Einträge
Hier finden Sie 1 Angebote und 1 Anbieter im Bereich Bauwesen. Vergleichen Sie Leistungen und fordern Sie direkt kostenfreie Angebote an.
Software für das Bauwesen digitalisiert den gesamten Lebenszyklus eines Bauprojekts – von Angebotskalkulation nach VOB und HOAI über die Bauausführung mit Aufmaß und Nachtrag bis zur Schluss- und Mängelverwaltung. Deutsche Bauunternehmen und Planer arbeiten in einem komplexen regulatorischen Umfeld (VOB/B, BGB-Bauvertrag, HOAI, Bauordnungen der Länder), das spezialisierte Software fast unverzichtbar macht.
Der GAEB-Standard (Gemeinsamer Ausschuss Elektronik im Bauwesen) regelt den Datenaustausch zwischen Ausschreibenden und Bietern: GAEB 90/2000 (DA83/DA84/DA85/DA86) und der moderne GAEB XML (DA XML 3.2). IFC (Industry Foundation Classes) ist der offene Standard für BIM-Datenaustausch, seit 2022 in Version 4.3 verfügbar. REB (Regelungen für die Elektronische Bauabrechnung) gilt insbesondere im öffentlichen Hochbau.
Auswahlkriterien
Gewerk-Abdeckung – Hochbau, Tiefbau, Haustechnik, Rohbau, Ausbau haben unterschiedliche Prozesse
GAEB-Unterstützung – alle relevanten Datenträger-Arten für Bieter und Ausschreibende
BIM-Fähigkeit – IFC-Import/Export, Level of Development (LOD), 4D/5D-Integration
Mobile Baustellen-Erfassung – Offline-Fähigkeit, Foto-Dokumentation, Geo-Tagging
Baulohn-Integration – Tariflöhne Bau (BRTV, TVöD), SOKA-Bau-Meldungen
GAEB (Gemeinsamer Ausschuss Elektronik im Bauwesen) ist der deutsche Standard für den elektronischen Austausch von Leistungsverzeichnissen, Angeboten und Abrechnungen zwischen Auftraggebern und Bauunternehmen. Wer an öffentlichen Ausschreibungen teilnimmt, muss Angebote im passenden GAEB-Format abgeben (meist DA84 oder GAEB XML DA 3.2). Jede Bau-AVA-Software sollte alle gängigen GAEB-Versionen lesen und schreiben können.
Einstiegslösungen für Kleinbetriebe liegen bei 30–80 € pro User und Monat (Cloud) oder 500–2.000 € einmalig für lokale Versionen. Mittelstandslösungen mit Bau-ERP, AVA und Baulohn kosten 80–250 € pro User und Monat. Spezialisierte BIM-Lösungen wie Allplan oder Revit starten bei ca. 250 € pro User und Monat. Implementierung und Schulung kosten zusätzlich 5.000–50.000 € je nach Komplexität.
Verbreitet im deutschen Bau-Mittelstand sind Nevaris, RIB iTWO, Bauer Software, BMD, pds, Moser, Powerproject (Terminplanung) und Sidoun Globe (AVA). Entscheidungskriterium ist meist das Gewerk: Tiefbau, Hochbau, TGA und Sanierung haben spezifische Anforderungen. Bau-ERP plus separate BIM-Lösung (Allplan, Revit) ist die häufigste Kombination.
BIM (Building Information Modeling) liefert ein koordiniertes 3D-Modell mit Bauteilinformationen, nicht nur Geometrie. Vorteile: Kollisionsprüfung zwischen Architektur, Statik und TGA, automatische Mengenermittlung für die Ausschreibung (5D-BIM), Life-Cycle-Management und As-Built-Dokumentation. Öffentliche Bauprojekte ab einer bestimmten Größe verlangen in Deutschland zunehmend BIM – der BIM-Masterplan des Bundes setzt ab 2025 BIM Level 2 als Standard für Infrastrukturprojekte.
Jede seriöse Baulohn-Software in Deutschland unterstützt SOKA-Bau-Meldungen (Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft) elektronisch. Das betrifft Meldungen zur ULAK, Berufsbildung, Zusatzversorgung sowie das Sozialkassenverfahren nach BRTV/TV Mindestlohn. Moderne Systeme übertragen Meldungen direkt an das SOKA-Bau-Portal (elektronisches Meldeverfahren, eMV).
Ja. Mobile Bau-Apps (z. B. Capmo, PlanRadar, 123erfasst, Moser LV-App) erlauben Aufmaß, Bautagebuch, Mängel-Erfassung und Stunden-Buchung direkt vor Ort – offline-fähig, mit Foto-Dokumentation und GPS-Tag. Ergebnisse synchronisieren automatisch mit der AVA-/Bau-ERP-Software im Büro. Wichtig bei der Auswahl: Offline-Qualität, Foto-Qualität, REB 23.003-Konformität für öffentliche Aufträge.