Save the Date Nach 15 Jahren erweitern wir unser Angebot und werden zum 01. Oktober neben den weiterhin gelisteten SAP-Lösungen und Dienstleistern auch KI-Tools und entsprechende Dienstleister zeigen. Seien Sie gespannt!
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Transportmanagement
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Transportmanagement-Systeme (TMS) steuern die operative Abwicklung von Transporten: Frachtausschreibung, Dispositions-Optimierung, Sendungs-Tracking, Fracht-Abrechnung, Abweichungs-Management. Anders als Supply-Chain-Visibility-Plattformen (die primär Sichtbarkeit liefern) führt ein TMS aktiv Aktionen aus – Frachtaufträge vergeben, Rechnungen prüfen, Mautdaten erfassen.
Kernfunktionen
Order Management – Empfang von Transportaufträgen, Konsolidierung, Priorisierung
Deutschland/EU: Güterkraftverkehrsgesetz (GüKG), EU-Mobilitäts-Paket (Lenk-/Ruhezeiten VO 561/2006, Smart-Tachograph 2.0 ab August 2023), BFStrMG mit LKW-Maut. International: Incoterms 2020, Zoll-Union mit UCC, ICS2. Für Gefahrgut-Transport: ADR, RID (Schiene), IMDG (See). Digitale Standards: GS1 (EAN, GTIN, SSCC), eCMR für elektronische Frachtbriefe (seit 2023 in Deutschland akzeptiert).
Auswahlkriterien
Verlader vs. Spediteur – sehr unterschiedliche Anforderungen
Multi-Modal – Straße, Schiene, Luft, See kombiniert
Visibility-Provider-Integration – project44, FourKites, Shippeo für externe Frachtführer-Tracking
Touren-Optimierung – klassisch (Savings-Algorithmus) oder KI-basiert
Mauterfassung – Toll Collect, Via Toll (Österreich), ViaT
TMS ist das operative Rückgrat für Frachtabwicklung: Ausschreibung, Disposition, Abrechnung. Supply-Chain-Visibility-Plattformen (project44, FourKites, Shippeo) liefern Echtzeit-Sichtbarkeit über Sendungen unabhängig vom Carrier – durch Integration mit Telematik-Daten, ELD-Daten, Ocean-Carriern, Airlines. Beide ergänzen sich: TMS löst die Transaktion aus, Visibility zeigt, wo die Sendung gerade ist.
Große Verlader: SAP Transportation Management (stark in SAP-S/4HANA-Landschaften), Oracle Transportation Management, Manhattan Active Transportation Management, MercuryGate, Blue Yonder Luminate TMS. Mittelstand und digital-native: Transporeon, AX4 Logistics, Kuebix, Alpega TMS, Locus NerveCenter, Shippeo. Entscheidungskriterien: Multi-Modalität, Integrations-Tiefe zu ERP/WMS, Frachtausschreibungs-Funktionen, Reporting und Analytics.
DACH-Markt: TIS (Transport Information System), CarLo, Cargonerds, WinSped, SoloPlan, ALPEGO, LIS TMS, Komalog, Active Logistics. Verteilung oft nach Geografie und Größe: einige regional stark, andere mit Speziallösungen für Stückgut, Kontraktlogistik, Gefahrgut. Viele Speditionen nutzen zusätzlich Frachtmarkt-Plattformen wie Timocom, TransportMarket für Spot-Frachten-Vermarktung.
Freight Audit prüft Carrier-Rechnungen automatisiert gegen vereinbarte Tarife und tatsächlich erbrachte Leistungen: Differenz in Gewicht, Strecke, Wartezeiten, Zuschläge. Typische Einsparungen: 2–5 % des Freight-Spends durch aufgedeckte Unstimmigkeiten. Anbieter: nVision Global, TMSfirst, Cass Information Systems, enVista, Shipsta. Oft in TMS integriert oder als separate Service-Lösung.
Deutschland hat das Zusatzprotokoll zum CMR-Abkommen 2022 ratifiziert – seitdem sind elektronische Frachtbriefe (eCMR) offiziell zulässig. Voraussetzung: Einvernehmen aller Beteiligten (Absender, Frachtführer, Empfänger). Vorteile: digitale Unterschrift, Fotos bei Übernahme/Abgabe, Echtzeit-Status. Umsetzung in Apps: Transporeon eCMR, project44, CargoSteps, eCMR.de, Pamyra. In der Praxis noch nicht flächendeckend – viele Empfänger bestehen weiter auf Papier.