Materialwirtschaft, Lager
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Software für Materialwirtschaft und Lager deckt Bestandsführung, Disposition, Wareneingang, Lagerung und Warenausgang ab. Im deutschen Mittelstand ist Materialwirtschaft (MM) meist ein ERP-Modul; ab einer gewissen Lagerkomplexität kommen dedizierte Warehouse-Management-Systeme (WMS) und Automatisierungs-Integrationen hinzu.
Kernfunktionen
- Bestandsführung – Lagerbestände pro Artikel, Charge, Seriennummer, Lagerort
- Disposition – Bestellvorschläge (Meldebestand, MRP, Kanban, Min/Max)
- Inventur – Stichtag-, permanente, zyklische Inventur mit Mobile Scanner
- Wareneingang / Wareneingangs-Prüfung – Verbuchung, Qualitäts-Freigabe, Mängel-Rüge
- Kommissionierung – Pickliste, Voice-Picking, Pick-by-Light, Pick-by-Vision
- Versand / Warenausgang – Pack-Plätze, Label-Druck, Versand-Anbindung
- Reservierungs-Management – gebuchte vs. verfügbare Bestände
- Bewertung – LIFO/FIFO, Durchschnittspreis, gleitender Durchschnittspreis
Bewertungsmethoden und HGB
Nach § 253 HGB sind Vorräte höchstens mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten anzusetzen, bei Wertminderung ist auf den niedrigeren beizulegenden Wert abzuwerten (Niederstwertprinzip). Bewertungs-Vereinfachungen nach § 240 HGB: Gruppenbewertung, Verbrauchsfolge-Verfahren (FIFO, LIFO, gewogener Durchschnitt). IFRS unterscheidet etwas abweichend; Software sollte beide Bewertungs-Welten unterstützen, wenn Konzern-Abschluss nach IFRS erfolgt.
Auswahlkriterien
- Lager-Komplexität – ein einfaches Lager vs. chaotische Lagerung mit Mehrplatz-Logik
- Mobile Prozesse – Barcode-/RFID-Scan, Handheld-Unterstützung
- Automatisierung – AKL, AutoStore, Shuttles, AMR/AGV
- Multi-Lager und -Mandanten bei Konzernen
- Chargen- und Serien-Verwaltung für rückverfolgbarkeits-pflichtige Branchen
Anbieter (2)
IT Culture GmbH
ITeanova Consult GmbH
Angebote (5)
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Silber PartnerUnsere Lösung verwandelt komplexe und umständliche Prozesse in einfache, benutzerfreundliche und effiziente Abläufe. Genießen Sie die nahtlose Integration in SAP und die Geräteunabhängigkeit für Ihre mobile Bestandskontrolle.
Magnitude Angles for SAP
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xtMail Suite for SAP - Einkaufsbelege, Vertriebsbelege und mehr per E-Mail versenden
Silber PartnerDie xtMail Suite ist eine Komplettlösung zum E-Mail-Versand Ihrer Geschäftsdokumente direkt aus SAP. Die xtMail Suite bietet sehr flexible Konfigurationsoptionen zum Festlegen von Empfängern, zum automatischen Einfügen
RAPID Produktionsplanungscockpit S/4HANA embedded PP/DS
Das Produktionsplanungscockpit „PPC“ kann als Erweiterung des S/4HANA embedded PP/DS eingesetzt werden. Es gibt keine Schnittstellen, da es vollständig in S/4HANA integriert ist und arbeitet direkt mit den Datenmodellen im S/4HANA embedded P
Produktionsplanungscockpit S/4HANA
Das Produktionsplanungscockpit „PPC" ist vollständig in SAP S/4HANA integriert. Wie auch bei der Integration in SAP ERP ist es vom Anwender nicht von der Nutzung des SAP Standards zu unterscheiden.
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Häufige Fragen zu Materialwirtschaft, Lager
Was ist der Unterschied zwischen Materialwirtschaft und WMS?
Materialwirtschaft (MM) im ERP führt Bestände auf der buchhalterischen Ebene: Mengen, Werte, Zu-/Abgänge, Bewertung. WMS (Warehouse Management System) steuert die physische Lager-Logistik: Lagerplatz-Management, Kommissionierungs-Strategien, Förder-Technik-Integration, mobile Abwicklung. Kleinere Unternehmen nutzen oft nur MM. Ab ca. 5.000 Lagerplätzen oder bei Automatisierung lohnt sich ein WMS.
Welche Dispositions-Methoden gibt es?
Hauptmethoden: MRP (Material Requirements Planning) berechnet Bedarfe aus Primärbedarf + Stückliste + Durchlaufzeit; Meldebestand (Bestellung bei Unterschreitung); Min/Max; Kanban (Pull, behälter-getriebene Nachbestellung); CONWIP. Moderne Systeme ergänzen Demand-Driven MRP (DDMRP) mit strategischen Puffern. Entscheidungs-Faktor: Bedarfs-Schwankung, Vorlauf-Zeiten, Kapital-Bindung.
Wie funktioniert permanente Inventur?
Statt einer einmaligen Bestandsaufnahme am Bilanzstichtag werden bei der permanenten Inventur Bestände laufend erfasst – typisch zyklisch pro Lagerbereich oder ABC-Klasse (A-Artikel häufiger als C-Artikel). Voraussetzungen nach § 241 Abs. 2 HGB: ordnungsgemäßes Buchführungs-System, alle Artikel mindestens einmal pro Jahr körperlich erfasst, Bewertungsdifferenzen dokumentiert. Software-Unterstützung per Mobile Scanner mit direkter Soll-Ist-Rückmeldung und automatischer Buchung.
Was ist eine chaotische Lagerung?
Chaotische Lagerung (dynamische Lagerplatz-Zuweisung) weist Waren beim Wareneingang den aktuell optimalen freien Platz zu – statt feste Plätze pro Artikel. Vorteile: bessere Flächen-Auslastung, Wege-Optimierung durch Pick-Slot-Strategien. Voraussetzung: WMS mit Lagerplatz-Verwaltung und Scanner-basierter Abwicklung. Typische Ersparnis: 20–40 % Fläche gegenüber fester Lagerung. Nicht geeignet für Branchen mit gesetzlicher Trennung (Chemie: Gefahrstoff-Klassen).
Wie funktioniert Voice-Picking?
Beim Voice-Picking trägt der Kommissionierer ein Headset; eine Software gibt Anweisungen vor (Lagerplatz, Artikel, Menge), der Mitarbeiter bestätigt per Sprache (Code oder Antwort-Nummer). Vorteile: freie Hände, Produktivitäts-Steigerung um 10–25 % gegenüber Papier-/Handscanner, reduzierte Fehlerquoten. Marktführer: Honeywell Vocollect, Zetes ZetesMedea, Körber Voice Solutions, Topsystem Topspeech. Alternativen: Pick-by-Light, Pick-by-Vision (AR-Brille).
Was leistet ein automatisiertes Lager?
Lager-Automatisierung reicht von AKL (Automatisches Kleinteile-Lager) mit Regalbediengeräten über AutoStore-Cube-Systeme, Shuttle-Systeme (Dematic, SSI Schäfer, Knapp, Swisslog), bis zu mobilen Robotern (AMRs von 6 River Systems/Shopify, Geek+, Locus Robotics). Typische Investitions-Höhe für mittelgroße Anlagen: 2–10 Mio. €. Amortisation: 5–8 Jahre bei hohem Durchsatz. WMS-Seite braucht Material-Flow-Computer-Integration und Strategien für Hybrid-Betrieb (Pick + Automation).
Welches WMS passt zu welchem Anspruch?
Einfache Lager (unter 5.000 Lagerplätze): ERP-Basis-WaWi reicht oft (SAP MM, Dynamics 365, Sage, Odoo). Mittelstand: SAP EWM, Microsoft Dynamics 365 Warehouse Management, viadat, Körber WMS (Hubris/Infolog), LogiMAT, PSI Logistics. High-End / automatisierte Lager: Manhattan WMS, Blue Yonder WMS, SSI Schäfer WAMAS, Körber HighJump. Entscheidungskriterien: Prozess-Flexibilität, Automatisierungs-Unterstützung, Multi-Channel/Omnichannel-Fulfillment, Cloud-Strategie.
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