Betriebsverwaltung
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Betriebsverwaltungs-Software – insbesondere CAFM (Computer-Aided Facility Management) und IWMS (Integrated Workplace Management System) – steuert Gebäude, Flächen, technische Anlagen, Reinigung, Sicherheitsdienste, Energie und Betriebskosten. Ein typischer Einsatzbereich: Firmensitze, Filialen, Produktionsstandorte, öffentliche Gebäude und Krankenhäuser.
Typische Module
- Flächenmanagement – Raumbuch, Belegung, Umzüge, Desk-Sharing-Reservierung
- Instandhaltung technischer Anlagen – HLK, Aufzüge, Sprinkler, Notbeleuchtung (BetrSichV-Prüfungen)
- Vertragsmanagement – Wartungs-, Reinigungs-, Versorgungs-Verträge
- Dienstleister-Management – Reinigung, Security, Catering, Gärtner
- Umzugsmanagement – Change-of-Use, Desk-Moves, Verkabelungs-Dokumentation
- Energie-Controlling – Zähler, Verbrauchs-Analyse, ISO 50001
- Sicherheit & Zutritt – Ausweis-System, Schlüssel-Management
Regulatorik
Betreiber-Pflichten in Deutschland folgen der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) mit wiederkehrenden Prüfungen (Aufzüge, elektrische Anlagen nach DGUV V3). Öffentliche Gebäude unterliegen dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) mit Verbrauchs-Monitoring-Pflicht, DIN 276 für Kostenstruktur im Bauwesen, DIN 277 für Flächenermittlung. Bei kritischen Infrastrukturen gilt die KRITIS-Verordnung. Die EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) (novelliert 2024) bringt ab 2030 verpflichtende Sanierungs-Stufen.
Auswahlkriterien
- Gebäude-Anzahl und -Komplexität – ein Firmensitz vs. 500-Filialen-Kette
- CAD/BIM-Integration – Grundrisse, IFC-Import, 3D-Visualisierung
- IoT-Fähigkeit – Sensoren für Belegung, Raumluft, Energie (LoRaWAN, KNX, Modbus, BACnet)
- Mobile App – Störmeldung durch Nutzer, Technik-Einsätze auf Tablet
- Integration ERP / DATEV – Kosten-Zuordnung, Nebenkosten-Abrechnung